Pressemitteilungen

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22.8.2016

Integration im Kleinen

Flüchtling macht Praktikum in Intensivpflege-Wohngemeinschaft

Drei Wochen ist er schon da, drei hat er noch vor sich: Muhammad Masood Raza, einer von rund 14.000 Flüchtlingen in Köln, macht ein Praktikum in der Intensivpflege-Wohngemeinschaft des Pflegeteams Bennerscheidt im Waldbadviertel in Köln-Ostheim. Für die Wohngemeinschaft ist er ein Gewinn: Er packt nicht nur tatkräftig mit an, die Kunden, ihre Angehörigen und die Pflegekräfte schätzen ihn außerdem als freundlichen, zuvorkommenden Kollegen. „Wir sind froh, dass er bei uns ist“, sagt Teamleiterin Stefanie Böhm.

Die Arbeit gefalle ihm sehr gut, sagt Masood Raza selbst. Obwohl er gerade erst angefangen hat, Deutsch zu lernen, funktioniert auch die Verständigung. So wie sein Deutsch, verbessert sich täglich das Englisch der Pflegekräfte in der Wohngemeinschaft. Sie lassen ihn nur ungern am Ende des sechswöchigen Praktikums wieder ziehen. Für mehr – eine Ausbildung oder Anstellung – fehlen der entsprechende Aufenthaltstitel und bessere Deutschkenntnisse. Auf seinem weiteren Weg in Deutschland will das Pflegeteam Bennerscheidt ihn unterstützen.

 

2.8.2016

Umzug von schwerst-pflegebedürftigen WG-Bewohnern mit Kreativität verhindert

Wasserrohrbruch in der Intensiv-WG im Waldbadviertel – schnelle Hilfe statt kompliziertem Umzug

Ein winziges Loch in einem Heizungsrohr – und beinahe hätten sechs schwerstpflegebedürftige Menschen ihre Wohngemeinschaft im Waldbadviertel für mehrere Wochen verlassen müssen – inklusive ihres gesamten Equipments und begleitet von ihren Pflegekräften. Dass es bei dem „beinahe“ blieb, ist einer schnellen und kreativen Zusammenarbeit des Pflegeteams Bennerscheidt, der Wohnungsbaugesellschaft GAG und der zuständigen Bauleitung zu verdanken.

Was für die meisten Menschen nur nervig und teuer ist, kann für die Bewohner einer Intensiv-WG leicht zu einer kaum zu bewältigenden Katastrophe werden. Eine Pfütze in der Tiefgarage direkt unter der WG zeigte an, dass etwas nicht in Ordnung war. Nässe in den Wänden und dem Fußboden in zwei von insgesamt sieben Bewohner-Zimmern lieferten einen weiteren Hinweis auf einen Wasserrohrbruch. Das Loch zu finden und zu schließen, ging zügig.

Aber dann mussten weitere Fragen beantwortet werden, die besonders für Menschen in der Außerklinischen Intensivpflege wichtig sind: Wie feucht ist die Luft jetzt in allen Zimmern, haben sich möglicherweise schon Schimmelsporen ausgebreitet? Ist der Lärm der Trocknungsgeräte für Bewohner und Pflegekräfte zumutbar? Die wichtigste Frage war: Kann der Umzug der WG verhindert werden?

Er wurde verhindert. Schimmelsporen wurden in der Raumluft nicht gefunden, die Trockengeräte werden von einer Schallschutzwand abgeschirmt. Nur die beiden betroffenen Zimmer mussten geräumt werden, dafür wurde zum einen ein Notfall-Container im Garten aufgestellt, zum anderen dient das Büro der Mitarbeiter als Ausweichquartier. Auch für die Toilette für Mitarbeiter und Angehörige, die hinter der Schallschutzwand nicht mehr zugänglich ist, gibt es einen angemessenen Ersatz.

 

27.6.2016

In den Schuhen der Pflegekräfte

Ein Tag in der Pflege für die Verwaltungs-Mitarbeiter des Pflegeteams Bennerscheidt

„Komm rein, hier bist du richtig.“ Mit dieser freundlichen Begrüßung starte ich in meinen „Tag der Pflege“. Der „Tag der Pflege“, das bedeutete beim Pflegeteam Bennerscheidt in diesem Jahr: Die Mitarbeiter der Verwaltung begleiteten einen Tag lang eine Kollegin oder einen Kollegen in der Pflege. Mit neuen Erfahrungen und einer neuen Wertschätzung für die Arbeit der Pflegekräfte kehrten alle in die Zentrale zurück.

Mein Tag beginnt mit der Übergabe vom Nachtdienst zum Tagdienst. Der Kunde schläft noch, als ich von meinem Kollegen Thomas Altrichter begrüßt werde. „Frag, wenn du was wissen willst“, sagt er und fängt gleich an zu erzählen. Von ihm erfahre ich das wichtigste über den Kunden und seinen Tagesablauf. Er leidet unter ALS und kann sich weder bewegen noch sprechen. Im Laufe des Tages staune ich immer wieder darüber, wie gut die Verständigung trotzdem funktioniert. Die beiden sind offenbar ein gut eingespieltes Team.

Der Tag ist gefüllt: Allein die Grundpflege – duschen, Zähne putzen, rasieren – dauert rund zweieinhalb Stunden und ist schweißtreibende körperliche Arbeit. Anschließend kommt die Physiotherapeutin. Währenddessen erklärt Thomas Altrichter mir die Dokumentation und warum sie für ihn eine Arbeitserleichterung ist. Beim Anziehen unterhält er sich mit dem Kunden und bezieht immer wieder die ungewohnte Besucherin ins Gespräch mit ein.

Spannende technische Hilfsmittel
Bemerkenswert sind für jemanden, der immer in Büros gearbeitet hat, auch die technischen Hilfsmittel, die in der Außerklinischen Intensivpflege eingesetzt werden. Schon der Lifter, mit dessen Hilfe der Kunde vom Bett in den Rollstuhl kommt, ist spannend. Den Rollstuhl kann der Kunde selbst steuern. Über ihn kann er auch die Maus seines Rechners steuern. Alternativ kann er die Maus auch mit den Augen bewegen. Das alles erklärt er mir selbst am Rechner.

Beeindruckend und über diesen langen Tag hinweg immer gleich sind aber vor allem Geduld und Humor des Kollegen und die Fürsorglichkeit, mit der er dem Kunden begegnet. Der Nachmittagskaffee ist ein wichtiges Ritual für den Kunden, obwohl er ihn nicht mehr selbst trinken kann. Deshalb stellt Thomas Altrichter ihm den Kaffee auf den Schreibtisch, damit er ihn riechen kann. Mit dem Gefühl „hier wäre ich selbst auch gut aufgehoben“ verabschiede ich mich am Abend von Thomas Altrichter.

Auch mit Berührungsängsten in die Pflege
Alle Mitarbeiter der Zentralen Verwaltung des Pflegeteams Bennerscheidt – von den Auszubildenden bis zur Geschäftsführung – waren aufgefordert, einen Tag in der Pflege zu verbringen. Die meisten sind dieser Aufforderung gern gefolgt, auch einige, die durchaus Berührungsängste hatten. „Ich hatte sehr großen Respekt vor dem Tag in der Pflege“, sagt die Auszubildende Anna Müller, „aber ich bin froh, dass ich diese Erfahrung gemacht habe“.

Respekt und Humor beeindruckten
Alle berichten davon, dass sie beeindruckt von Respekt und Freundlichkeit waren, aber auch von Natürlichkeit und Humor im Umgang. „Die Kunden scheinen sich in der außergewöhnlichen Atmosphäre sehr wohl zu fühlen, was ich gut verstehen kann“, beschreibt Carsten Lingnau seinen Eindruck. Wie sehr die Kollegin die Würde der Kundin als Frau betonte, indem sie ihr ihren Schmuck anzog und die Fingernägel lackierte, blieb Anke Blaeser am nachhaltigsten in Erinnerung.
Wertschätzung für die pflegenden Kollegen, ein Gefühl für die Arbeit zu entwickeln, die das Unternehmen trägt – ihre Ziele hat die Aktion zum Tag der Pflege erreicht.

01.12.2015

Aus Fehlern sollen alle lernen

Pflegeteam Bennerscheidt führt das erste Fehlermeldesystem in der ambulanten Intensivpflege ein

Als erster Intensivpflegedienst in Deutschland führt das Pflegeteam Bennerscheidt gerade ein anonymes Fehlermeldesystem ein. Ziel ist, die Qualität der Pflege zu steigern – aus Fehlern sollen alle klug werden. Eine Mitarbeiterin entwickelte das System für ihre Bachelor-Arbeit.

Das Fehlermeldesystem ist denkbar einfach: Nach einem Klick auf den entsprechenden Button im Intranet des Pflegeteams öffnet sich ein Fenster. Anhand einiger Fragen präzisiert der Mitarbeiter den Fehler – und meldet ihn. Die Meldung geht anonym an den Qualitätsbeauftragten und die Pflegedienstleitung. Von dort gibt es eine sofortige Reaktion und im Anschluss einen Hinweis darauf, wie das Unternehmen in Zukunft damit umgehen will. Das kann beispielsweise ein Hinweis in allen Teamsitzungen auf den richtigen Umgang mit bestimmten Geräten sein.

Dass die Hinweise anonym gegeben werden, ist wichtig. Ziel ist nicht die Schuldzuweisung, sondern der Lerneffekt für alle. Das System ist nicht für den Umgang mit akuten Notfällen gedacht, darauf werden die Mitarbeiter deutlich hingewiesen.

„Wir haben von Anfang an einen hohen Anspruch an die Qualität unserer Pflege gestellt“; sagt Oliver Koschowsky, Qualitätsbeauftragter beim Pflegeteam Bennerscheidt. „Das Fehlermeldesystem ist ein wichtiges Instrument dafür, die Qualität schnell und flächendeckend weiter zu steigern.“ Die Geschäftsführung war deshalb sofort bereit, Mitarbeiterin Katja Loesche bei der Entwicklung zu unterstützen und das System einzuführen.

Derzeit befindet sich das Fehlermeldesystem in der Pilotphase. Zwei von insgesamt neun Standorten sind daran angeschlossen. Die Mitarbeiter nutzen das System rege. „Es ist verstanden und praktikabel“, sagt Koschowsky. Einer flächendeckenden Einführung im Januar steht nichts mehr im Weg.

Das Pflegeteam Bennerscheidt ist der erste ambulante Intensivpflegedienst, der ein Fehlermeldesystem einführt. Kliniken sind aber vom Gesetzgeber bereits vor rund einem Jahr dazu verpflichtet worden, solche Berichtssysteme über kritische Vorkommnisse einzuführen. Bekannt sind sie außerdem aus der Luftfahrt.

 

29.09.2015:

Am Ziel vorbei

Anlassbezogene MDK-Prüfung beim Pflegeteam Bennerscheidt

Viel bürokratischer Aufwand am Ziel vorbei – das ist das Resumee einer anlassbezogenen MDK-Prüfung beim Pflegeteam Bennerscheidt. Eine Beschwerde war der Anlass für die Prüfung. Anstatt sie zu überprüfen, wurden aber die Papiere des gesamten Unternehmens kontrolliert.

Mittwoch Morgen, 9 Uhr. Es klingelt im Standort Köln des Pflegeteams Bennerscheidt. Vor der Tür stehen zwei Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Am späten Dienstag Nachmittag hatten sie die sofortige umfassende Prüfung angekündigt.

Mittwoch Morgen, 9 Uhr. Es klingelt im Standort Göttingen des Pflegeteams Bennerscheidt. Vor der Tür stehen vier Mitarbeiter des MDK. Auch hier kündigte ein Fax am späten Dienstag Nachmittag die Prüfung an.

Zur letzten Regelüberprüfung war der MDK im Juni im Haus, vor rund zehn Wochen also. Diese Prüfung ist anlassbezogen – ein Kunde hat sich über uns beschwert. Wer das war, dürfen die MDK-Mitarbeiter uns nicht sagen – das unterliegt dem Datenschutz. Wir erfahren nur, dass es einer unserer Göttinger Kunden war und worüber er sich beschwert hat.

Bemängelt wurde die Fluktuation beim Personal, die Abrechnung nicht erbrachter Leistungen, und dass nicht rund um die Uhr jemand erreichbar gewesen sei. Nach dem Grund für diese Beschwerden suchen die MDK-Mitarbeiter in erster Linie in den Unternehmens-Akten. Sie schauen sich die Berufsurkunden aller unserer Mitarbeiter an – das sind rund 750 in ganz Deutschland -, Dienstpläne, Handzeichenlisten, Dokumentationen und Pflegeplanungen. Sie führen auch längere Gespräche mit einem Teil unserer Kunden. Unsere Sicht der Beschwerde will jedoch niemand wissen – wir werden dazu nicht befragt.

Fünf Tage wollen die MDK-Mitarbeiter in unseren Büros alles auf links drehen, jedes Papier begutachten, die geforderten Fortbildungen der Mitarbeiter nachgewiesen haben. Den sechs MDK-Mitarbeitern stehen 14 Bennerscheidt-Mitarbeiter gegenüber, die in den Standortbüros und der Zentrale die gerade geforderten Papiere aus Schubladen und Schränken holen, mit den Versorgungen telefonieren und jeden Abend alles wieder fein säuberlich einsortieren. Schließlich kann ja jeden Tag unangemeldet der MDK vor der Tür stehen und dann müssen die Papiere greifbar sein.

Die Überprüfung der Beschwerde selbst spielt bei dem MDK-Besuch nur eine sehr kleine Rolle, auch eine Vorab-Prüfung darauf, wie schlüssig die Beschwerde ist, gab es nicht. Nach drei Tagen findet die Prüfung ein vorzeitiges Ende. Am Freitag Abend verabschieden sich die Prüfer von uns.

Wir haben daraus gelernt:

Gibt es für einen von 750 Mitarbeitern keinen Nachweis über die Erste-Hilfe-Fortbildung, ist der Pflegedienst in diesem Punkt genauso durchgefallen wie der, bei dem 378 von 750 Nachweisen fehlen. Wie diese Fortbildung inhaltlich gestaltet sein muss, steht nicht in den Prüfungsrichtlinien. Ob die gemachte Fortbildung ausreicht, liegt am Ende im Ermessen der Prüfer – hinterher.

Um einer einzigen Beschwerde nachzugehen, müssen 750 Mitarbeiter in sieben Standorten überprüft werden.

Die Zusammenarbeit zwischen MDK und Krankenkassen endet da, wo Synergie sinnvoll wäre: Ein großer Teil der geforderten Unterlagen wird den Krankenkassen regelmäßig mehrere Male im Jahr vorgelegt.

Dass der Aufwand in keinem Verhältnis zur Beschwerde stehe, erklärt einer der Prüfer schon am ersten Abend. Es sei auch bekannt, dass Bennerscheidt für hohe Qualität stehe. Beim Aufräumen hat er leider trotzdem nicht geholfen.

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06.03.2014 – 18:25 – Gesundheit & Medizin
Ambulantes Pflegeteam Marc Bennerscheidt GmbH
garantiert qualitativ hochwertige außerklinische Intensivpflege

13.03.2014 – 12:36 – News4Press.com
Das Pflegeteam Marc Bennerscheidt
Standort Berlin

13.03.2014 – 11:57 – Gesundheit & Medizin
Teamleitung -„Ambulantes Pflegeteam Marc Bennerscheidt GmbH“
Standort – Berlin- kreativ und anspruchsvoll