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01.12.2015

Aus Fehlern sollen alle lernen

Pflegeteam Bennerscheidt führt das erste Fehlermeldesystem in der ambulanten Intensivpflege ein

Als erster Intensivpflegedienst in Deutschland führt das Pflegeteam Bennerscheidt gerade ein anonymes Fehlermeldesystem ein. Ziel ist, die Qualität der Pflege zu steigern – aus Fehlern sollen alle klug werden. Eine Mitarbeiterin entwickelte das System für ihre Bachelor-Arbeit.

Das Fehlermeldesystem ist denkbar einfach: Nach einem Klick auf den entsprechenden Button im Intranet des Pflegeteams öffnet sich ein Fenster. Anhand einiger Fragen präzisiert der Mitarbeiter den Fehler – und meldet ihn. Die Meldung geht anonym an den Qualitätsbeauftragten und die Pflegedienstleitung. Von dort gibt es eine sofortige Reaktion und im Anschluss einen Hinweis darauf, wie das Unternehmen in Zukunft damit umgehen will. Das kann beispielsweise ein Hinweis in allen Teamsitzungen auf den richtigen Umgang mit bestimmten Geräten sein.

Dass die Hinweise anonym gegeben werden, ist wichtig. Ziel ist nicht die Schuldzuweisung, sondern der Lerneffekt für alle. Das System ist nicht für den Umgang mit akuten Notfällen gedacht, darauf werden die Mitarbeiter deutlich hingewiesen.

„Wir haben von Anfang an einen hohen Anspruch an die Qualität unserer Pflege gestellt“; sagt Oliver Koschowsky, Qualitätsbeauftragter beim Pflegeteam Bennerscheidt. „Das Fehlermeldesystem ist ein wichtiges Instrument dafür, die Qualität schnell und flächendeckend weiter zu steigern.“ Die Geschäftsführung war deshalb sofort bereit, Mitarbeiterin Katja Loesche bei der Entwicklung zu unterstützen und das System einzuführen.

Derzeit befindet sich das Fehlermeldesystem in der Pilotphase. Zwei von insgesamt neun Standorten sind daran angeschlossen. Die Mitarbeiter nutzen das System rege. „Es ist verstanden und praktikabel“, sagt Koschowsky. Einer flächendeckenden Einführung im Januar steht nichts mehr im Weg.

Das Pflegeteam Bennerscheidt ist der erste ambulante Intensivpflegedienst, der ein Fehlermeldesystem einführt. Kliniken sind aber vom Gesetzgeber bereits vor rund einem Jahr dazu verpflichtet worden, solche Berichtssysteme über kritische Vorkommnisse einzuführen. Bekannt sind sie außerdem aus der Luftfahrt.

 

29.09.2015:

Am Ziel vorbei

Anlassbezogene MDK-Prüfung beim Pflegeteam Bennerscheidt

Viel bürokratischer Aufwand am Ziel vorbei – das ist das Resumee einer anlassbezogenen MDK-Prüfung beim Pflegeteam Bennerscheidt. Eine Beschwerde war der Anlass für die Prüfung. Anstatt sie zu überprüfen, wurden aber die Papiere des gesamten Unternehmens kontrolliert.

Mittwoch Morgen, 9 Uhr. Es klingelt im Standort Köln des Pflegeteams Bennerscheidt. Vor der Tür stehen zwei Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Am späten Dienstag Nachmittag hatten sie die sofortige umfassende Prüfung angekündigt.

Mittwoch Morgen, 9 Uhr. Es klingelt im Standort Göttingen des Pflegeteams Bennerscheidt. Vor der Tür stehen vier Mitarbeiter des MDK. Auch hier kündigte ein Fax am späten Dienstag Nachmittag die Prüfung an.

Zur letzten Regelüberprüfung war der MDK im Juni im Haus, vor rund zehn Wochen also. Diese Prüfung ist anlassbezogen – ein Kunde hat sich über uns beschwert. Wer das war, dürfen die MDK-Mitarbeiter uns nicht sagen – das unterliegt dem Datenschutz. Wir erfahren nur, dass es einer unserer Göttinger Kunden war und worüber er sich beschwert hat.

Bemängelt wurde die Fluktuation beim Personal, die Abrechnung nicht erbrachter Leistungen, und dass nicht rund um die Uhr jemand erreichbar gewesen sei. Nach dem Grund für diese Beschwerden suchen die MDK-Mitarbeiter in erster Linie in den Unternehmens-Akten. Sie schauen sich die Berufsurkunden aller unserer Mitarbeiter an – das sind rund 750 in ganz Deutschland -, Dienstpläne, Handzeichenlisten, Dokumentationen und Pflegeplanungen. Sie führen auch längere Gespräche mit einem Teil unserer Kunden. Unsere Sicht der Beschwerde will jedoch niemand wissen – wir werden dazu nicht befragt.

Fünf Tage wollen die MDK-Mitarbeiter in unseren Büros alles auf links drehen, jedes Papier begutachten, die geforderten Fortbildungen der Mitarbeiter nachgewiesen haben. Den sechs MDK-Mitarbeitern stehen 14 Bennerscheidt-Mitarbeiter gegenüber, die in den Standortbüros und der Zentrale die gerade geforderten Papiere aus Schubladen und Schränken holen, mit den Versorgungen telefonieren und jeden Abend alles wieder fein säuberlich einsortieren. Schließlich kann ja jeden Tag unangemeldet der MDK vor der Tür stehen und dann müssen die Papiere greifbar sein.

Die Überprüfung der Beschwerde selbst spielt bei dem MDK-Besuch nur eine sehr kleine Rolle, auch eine Vorab-Prüfung darauf, wie schlüssig die Beschwerde ist, gab es nicht. Nach drei Tagen findet die Prüfung ein vorzeitiges Ende. Am Freitag Abend verabschieden sich die Prüfer von uns.

Wir haben daraus gelernt:

Gibt es für einen von 750 Mitarbeitern keinen Nachweis über die Erste-Hilfe-Fortbildung, ist der Pflegedienst in diesem Punkt genauso durchgefallen wie der, bei dem 378 von 750 Nachweisen fehlen. Wie diese Fortbildung inhaltlich gestaltet sein muss, steht nicht in den Prüfungsrichtlinien. Ob die gemachte Fortbildung ausreicht, liegt am Ende im Ermessen der Prüfer – hinterher.

Um einer einzigen Beschwerde nachzugehen, müssen 750 Mitarbeiter in sieben Standorten überprüft werden.

Die Zusammenarbeit zwischen MDK und Krankenkassen endet da, wo Synergie sinnvoll wäre: Ein großer Teil der geforderten Unterlagen wird den Krankenkassen regelmäßig mehrere Male im Jahr vorgelegt.

Dass der Aufwand in keinem Verhältnis zur Beschwerde stehe, erklärt einer der Prüfer schon am ersten Abend. Es sei auch bekannt, dass Bennerscheidt für hohe Qualität stehe. Beim Aufräumen hat er leider trotzdem nicht geholfen.

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06.03.2014 – 18:25 – Gesundheit & Medizin
Ambulantes Pflegeteam Marc Bennerscheidt GmbH
garantiert qualitativ hochwertige außerklinische Intensivpflege

13.03.2014 – 12:36 – News4Press.com
Das Pflegeteam Marc Bennerscheidt
Standort Berlin

13.03.2014 – 11:57 – Gesundheit & Medizin
Teamleitung -„Ambulantes Pflegeteam Marc Bennerscheidt GmbH“
Standort – Berlin- kreativ und anspruchsvoll