
Zehn Schritte & Zehn Fragen
10 Schritte
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10 Fragen
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1. Voraussetzungen prüfen1. Beatmungssituation vorhanden:
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1. Wie wird diese Betreuung finanziert?Da es sich um eine Behandlungspflege handelt, muss die Krankenkasse die Versorgung finanzieren. Zudem wird die Pflegestufe zur Finanzierung genutzt. Im Rahmen der 1:1 Versorgung Zuhause erheben wir einen Eigenanteil. Dieser ist abhängig von der Pflegestufe und liegt bei maximal 450,00 €. |
2. Anbieter suchen & kontaktierenBetroffene/Angehörige benötigen einen Pflegedienst, der sich auf eine solche Versorgung spezialisiert hat: Internet (häufig unter Stichwort Heimbeatmung, 24- Stunden-Pflege, Ambulante Intensivpflege und dem Ort, bzw. der Region), Branchen-/Telefonbuch, Klinikärzte, Krankenkassen... |
2. Welche räumlichen Vorraussetzungen müssen vorhanden sein?Für alle Beteiligten ist es sinnvoll, wenn die Pflegekräfte die Möglichkeit haben sich in einen extra Raum zurück zu ziehen. Zu berücksichtigen dabei ist, dass die Pflegekräfte in unmittelbarer Nähe sind, so dass sie mögliche Alarme hören und eingreifen können. |
3. Erstgespräch(e) führenTelefonisch o. persönliches Treffen, Voraussetzung prüfen (s.o.), Kostenträger, Zeitpunkt der möglichen Übernahme klären, Vor- und Nachteile einer solchen Versorgungsformen besprechen. |
3. Wer organisiert das denn alles?Der Pflegedienst nimmt und hält Kontakt mit der Klinik, dem Haus- und Fachärzten, dem Kostenträger sowie den Hilfsmittellieferanten. |
4. Entscheidung & Auftrag erteilenBetroffene oder Angehörige entscheiden sich für den Pflegedienst und erteilen diesem mündlich einen Auftrag, damit die Planung zügig beginnt. Ein Pflegevertrag wird erstellt und zugesandt. |
4. Kommt der Betroffene denn auch regelmäßig aus dem Bett?Alle Patienten können mobilisiert werden, so lange keine medizinischen Gründe vorliegen, die eine Mobilisation in den Rollstuhl verhindern. |
5. Kommunikation mit Arzt und KlinikKontaktaufnahme mit Klinik oder Haus-/Facharzt mit der Bitte um Ausstellung eines ärztlichen Attestes oder einer Verordnung für die häusliche Krankenpflege. Die Klinik (später immer der Hausarzt) rezeptiert zudem Hilfsmittel und Verbrauchsmaterialien. |
5. Wie viele Stunden Hilfe am Tag können wir bekommen?Ist abhängig von Wunsch und Notwendigkeit. Möglich bis zu 24 Stunden. In der Regel gibt es eine minimale Zeit pro Tag (z. B. 6 Stunden). |
6. Planung im FachpflegedienstNach Zusage des Betroffenen / Angehörigen: Kontaktaufnahme mit der Klinik --> ärztliches Attest; Kontaktaufnahme mit dem Kostenträger --> Kostenvoranschlag und ärztliches Attest werden eingereicht; Zuordnung eines Teamleiters und zeitgleich beginnt die Dienstplanung und ggf. Mitarbeitergewinnung. |
6. Was mache ich als Angehöriger?Wenn es die Angehörigen wünschen und sich zu trauen, können sie in die Pflege ihres Angehörigen involviert werden (evtl. Schulung durch das Personal). |
7.Check der HilfsmittelTeamleiter nimmt Kontakt zur Klinik auf und klärt die Lieferung der Hilfsmittel ab (Sanitätshaus). Kontaktaufnahme mit dem Sanitätshaus und Klärung der Bestellung von Hilfsmittel und Verbrauchsmaterialien. |
7. Welche Pflegekräfte kommen zu uns?Und, welche Tätigkeiten führen sie durch?Examinierte Pflegekräfte, die die Behandlungspflege (medizinische Pflege) sowie die Pflege (Grundpflege ohne hauswirtschaftliche Versorgung) übernehmen. |
8. Tag der Entlassung aus der Klinik / ÜbernahmeAm Tag vor der Entlassung müssen alle Materialien vor Ort sein. Patient wird mit einem Krankentransport und evtl. einem Arzt nach Hause begleitet. Teamleiter und Pflegekraft sind vor Ort. Evtl. Einweisung der Mitarbeiter in die Geräte durch das Sanitätshaus. |
8. Kommen immer dieselben Mitarbeiter?Es ist unser Wunsch immer dieselben Mitarbeiter zu einem Patienten zu senden. Krankheit und Urlaub bedeuten aber sicherlich immer wieder Umplanungen mit evtl. auch neuen Mitarbeitern. |
9. Stabilisierung im ersten MonatIn den ersten Wochen liegt die Hauptaufgabe darin den Gesundheitszustand des Patienten zu stabilisieren. Mitarbeiter müssen eingearbeitet werden. Die Abläufe werden routinierter. |
9. Macht der Pflegedienst auch Therapien?In erster Linie sind die Therapeuten (Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie etc.) für die Therapien zuständig. Trotzdem können in Absprache bzw. nach Einarbeitung bestimmte Maßnahmen im Rahmen der aktivierenden Pflege mit übernommen werden. |
10. QualitätssicherungPflegekräfte sind dreijährig examinierte Fachkräfte bei Notwendigkeit mit Intensiv- oder Heimbeatmungserfahrung, individuelle Dokumentation, Pflegestandards und Hygieneordner vor Ort, Einarbeitungskonzept von neuen Mitarbeitern, regelmäßige Teambesprechungen sowie Fortbildungen. |
10. Was ist, wenn wir allein sein wollen?Die Pflegefachkräfte müssen zu jeder Zeit in unmittelbarer Nähe zum Patienten sein. Trotzdem ist es natürlich möglich sich in einem anderen Zimmer aufzuhalten, solange die Pflegekräfte mögliche Alarme hören bzw. die Angehörigen das Personal informieren können. |